49 Ziele mit geprüften Preisen und Fahrzeiten ab Interlaken Ost — und eine ehrliche Einschätzung, was sich lohnt.
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Interlaken liegt zwischen Thuner- und Brienzersee im Berner Oberland, auf 568 Metern, und ist der Umsteigepunkt für fast alles, was die Jungfrau Region ausmacht. Diese Seite ist kein Prospekt: die Preise sind bei den Betreibern nachgelesen, die Fahrzeiten über den offiziellen Fahrplan geprüft, beide mit Datum. Wo ein Ziel den Aufwand nicht lohnt, steht das auch da.
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Womit fängst du an?
Du hast einen Tag
Ein Aussichtsberg, ein Ziel am See, der Rest im Ort. Welche Kombination zeitlich aufgeht, steht mit Fahrzeiten in der Übersicht.
Die häufigste Fehleinschätzung vor der Reise betrifft nicht das Hotel, sondern die Bergbahnen. Der Ort selbst ist günstig — 11 der 49 Ziele auf dieser Seite kosten keinen Eintritt. Die Spanne öffnet sich erst nach oben:
Harder Kulm — ab CHF 22, zwanzig Minuten ab Interlaken Ost. Der günstigste Weg zu einer echten Bergsicht.
Schynige Platte — ab CHF 34, dafür eine Nostalgiebahn von 1893 und der Alpengarten oben.
Niederhorn — ab CHF 36, mit realistischer Chance auf Steinböcke am Grat.
Jungfraujoch — ab CHF 129.60. Das ist der Einstiegspreis mit Sparbillett, nicht der Normaltarif, und er verlangt einen ganzen Tag.
St. Beatus-Höhlen — CHF 20, wetterunabhängig und in gut zwei Stunden erledigt.
Alle Preise gelten für Erwachsene in der 2. Klasse ohne Ermässigung. Jeder Betrag trägt sein eigenes Prüfdatum, nachgelesen direkt bei den Betreibern — die registrierten Preise zwischen dem 11.08.2026 und dem 26.08.2026, der Harder Kulm etwa am 17.08.2026; auf der Zielseite steht es jeweils dabei. Halbtax, GA, Swiss Travel Pass und die Gästekarte ermässigen unterschiedlich stark — die vollständige Tabelle führt alle 49 Ziele mit Preis, Fahrzeit, Zeitbedarf und Saison.
Jungfrau Region im Frühling — Foto: Evelin Magnus / Pexels
Wie viele Tage brauchst du?
Die Frage entscheidet mehr als die Auswahl der Ziele, weil fast jeder Ausflug hier eine Anfahrt mit Umsteigen enthält. Als Faustregel aus den geprüften Fahrzeiten:
Ein Tag: ein Aussichtsberg oder ein Ziel am See — nicht beides. Der Harder Kulm ist die Wahl, wenn die Zeit knapp ist, weil die Anfahrt entfällt.
Zwei Tage: ein Berg, ein See, der Ort. Das ist der erste Zuschnitt, bei dem nichts gehetzt wirkt.
Drei Tage: jetzt passt ein grosser Ausflug dazu — Jungfraujoch, Grindelwald First oder das Lauterbrunnental — ohne dass der Rest darunter leidet.
Insider-Tipp
Wenn nur ein einziger Abend zur Verfügung steht: der Harder Kulm zum Sonnenuntergang. Die Standseilbahn fährt im Hochsommer bis in den späten Abend, die Tagesgäste sind längst weg, und die Anfahrt beginnt direkt gegenüber dem Bahnhof Interlaken Ost. Wichtig ist nur die letzte Talfahrt — sie verschiebt sich über die Saison, und die geprüften Zeiten stehen auf der Seite zum Harder Kulm.
Interlaken Ost oder West?
Interlaken hat zwei Bahnhöfe, und die Verwechslung kostet regelmässig eine halbe Stunde. Interlaken Ost ist der Ausgangspunkt für fast alles: Harderbahn, Berner-Oberland-Bahn nach Lauterbrunnen und Grindelwald, Zahnradbahn zur Schynigen Platte, Schiff auf den Brienzersee. Interlaken West liegt näher an der Fussgängerzone und am Schiff auf den Thunersee.
Zwischen beiden liegen rund 20 Gehminuten der Höhematte entlang oder vier Minuten mit dem Zug. Wer nach Ausflügen plant, steigt in Ost aus; wer zum Hotel im Zentrum will, oft in West.
Die lohnendsten Ziele
Für diese Ziele gibt es eine ausführliche Seite mit Anfahrt, Preisen, Saison und den Punkten, die man vorher wissen sollte. Die übrigen stehen mit Kurzbeschrieb, Fahrzeit und Preis auf der Übersicht.
Interlakens Hausberg auf 1'322 m mit dem Zwei-Seen-Steg und 360°-Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Die Standseilbahn startet direkt gegenüber vom Bahnhof Interlaken Ost — wer die 700 Höhenmeter lieber selbst geht, braucht rund zwei Stunden.
Wer wenig Zeit hat, lässt den Aufstieg weg — die Standseilbahn braucht zehn Minuten, und die Aussicht ist dieselbe.
Botanischer Alpengarten auf 1'967 m mit rund 800 Pflanzenarten, erreichbar mit der Zahnradbahn ab Wilderswil, die seit 1893 fährt. Der Panoramaweg-Rundweg dauert rund eine Stunde und zeigt beide Seen auf einmal.
Ausserhalb des 13. Juni bis 25. Oktober geschlossen. Für eine Frühlings- oder Winterreise nicht einplanen.
Europas höchstgelegene Bahnstation auf 3'454 m, mit Eispalast, Sphinx-Terrasse und Blick über den Aletschgletscher. Das teuerste Ausflugsziel der Region — und das einzige, das auch dann funktioniert, wenn es im Tal regnet.
Der teuerste Tag der Region, und der einzige, den man vom Wetter abhängig machen sollte. Bei tiefer Bewölkung fährt der Zug oft durch die Wolke in die Sonne — bei hoher Hochnebeldecke steht man oben im Grau. Erst die Gipfelwebcam, dann das Billett.
Was hier steht, sind Orte. Wer buchen statt hinfahren will —
Tandemflug, Canyoning, Rafting, Schifffahrt — findet Saison, Zeitbedarf und die
Frage, ob ein Abo greift, in der eigenen Rubrik.
Und wer nach Wasser statt nach Höhe sucht: sechs Wasserfall- und Schluchtziele mit geprüften
Preisen und Fahrzeiten, dazu die Frage, welche davon bei Regen tragen, stehen auf der Seite zu
den Wasserfällen rund um Interlaken.
Zu Fuss unterwegs
Die meistgesuchte Wanderung der Region ist der Aufstieg auf den Harder Kulm — und zugleich die, bei der am meisten Falsches kursiert. Veröffentlichte Gehzeiten für dieselbe Route reichen von 1:30 bis 3:50 Stunden. Belegt sind 4,1 Kilometer, 750 Höhenmeter und zweieinhalb bis drei Stunden auf einem markierten Bergweg (T2).
Der Grat weiter über das Augstmatthorn zur Alp Lombach ist eine andere Liga: 11,2 Kilometer, 4:45 Stunden, T3 und ausgesetzt. Beide Routen samt Rundweg an der Bergstation stehen auf der Seite zur Harder-Kulm-Wanderung.
Brienzersee — Foto: Morison bis / Pexels
Anreise
Beide Bahnhöfe werden im Halbstundentakt bedient. Die Zeiten unten sind am offiziellen Fahrplan
über sieben Abfahrten des Tages nachgemessen (21.08.2026); aktuelle Fahrpläne stehen auf
sbb.ch:
Ab Bern: 55 Minuten (Direktzug)
Ab Zürich: 1 Std. 55 Min. (via Bern)
Ab Luzern: 1 Std. 50 Min. (GoldenPass Panoramic)
Ab Basel: 2 Stunden (via Bern)
Ab Genf: rund 3 Stunden (via Bern, mit Umstieg)
Wann hinfahren?
Juni bis September ist die verlässlichste Zeit für Berge und Seen. Frühling und Herbst sind milder und deutlich leerer, aber ein Teil der Bergbahnen steht dann still — die Harderbahn etwa fährt nur von April bis November. Im Winter bleibt, wer nicht Ski fährt, weitgehend im Tal.
Wichtiger als die Jahreszeit ist an jedem einzelnen Tag die Wolkenuntergrenze: Bei tiefem Hochnebel ist ein Bergbahnticket verschenktes Geld. Die Wetterseite zeigt die Aussichten für die kommenden Tage.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage sollte man in Interlaken bleiben?
Ein Tag reicht für einen Aussichtsberg und den Ort. Zwei Tage sind das Minimum, wenn ein Ziel am See dazukommen soll. Ab drei Tagen wird auch ein Ausflug ins Lauterbrunnental oder aufs Jungfraujoch entspannt statt gehetzt — die Kurzpläne stehen auf der Übersicht der Sehenswürdigkeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Interlaken Ost und Interlaken West?
Interlaken Ost ist der Ausgangspunkt für fast alles: Harderbahn, Berner-Oberland-Bahn ins Lauterbrunnental und nach Grindelwald, Schiff auf den Brienzersee. Interlaken West liegt näher an der Fussgängerzone und am Schiff auf den Thunersee. Zwischen beiden Bahnhöfen liegen rund 20 Gehminuten oder vier Minuten Zugfahrt.
Was kostet ein Tag in Interlaken?
Der Ort selbst kostet nichts: 11 der 49 Ziele auf dieser Seite sind gratis. Teuer wird es erst mit den Bergbahnen — der Harder Kulm kostet ab CHF 22, die Schynige Platte ab CHF 34, das Jungfraujoch ab CHF 129.60. Halbtax, GA, Swiss Travel Pass und die Gästekarte ermässigen unterschiedlich stark.
Was kann man in Interlaken bei Regen machen?
Die St. Beatus-Höhlen haben bei Regen ohnehin dieselbe Temperatur, und die Schifffahrt auf beiden Seen fährt bei jedem Wetter. Bergbahnen lohnen sich bei tiefer Wolkendecke nicht — die Aussicht ist der ganze Punkt, und die Talstationen zeigen die Bergsicht per Webcam an.
Welche Ziele sind ohne Auto erreichbar?
48 der 49 Ziele erreichst du ab Interlaken Ost mit Zug, Bus, Schiff oder Bergbahn; die Fahrzeit steht bei jedem Eintrag. Ein Mietwagen bringt in dieser Region wenig — die Bergbahnen fahren ohnehin von den Talstationen los, und das Auto steht dort kostenpflichtig herum. Was das kostet und wo es sich am wenigsten lohnt, steht im Kapitel «Mit dem Auto» auf der Seite mit allen Zielen.
Lohnt sich Interlaken im Winter?
Wenn du Ski fährst: ja, Grindelwald, Wengen und Mürren sind mit dem Zug direkt erreichbar. Wenn nicht: eingeschränkt. Die Harderbahn steht von Dezember bis März still, die Schynige-Platte-Bahn ebenfalls. Offen bleiben die Höhlen, die Seen, das Jungfraujoch und der Ort selbst.
Interlaken oder Grindelwald — wo soll man übernachten?
Interlaken, wenn du beide Seen, den Ort und wechselnde Ziele willst und ohne Auto unterwegs bist — hier laufen alle Linien zusammen. Grindelwald, wenn dein Aufenthalt vor allem den Bergen gilt: du bist morgens vor den Tagesgästen an der Bahn.