Was kostet Interlaken?
Die Schweiz ist teuer — daran ist nichts wegzureden. Aber es ist teuer an wenigen, gut sichtbaren Stellen: Bergbahnen und Essen auswärts. Der Rest lässt sich steuern, und zwar stärker, als es von aussen aussieht. 11 der 49 Ziele in diesem Reiseführer kosten keinen Eintritt, beim Einkaufen entscheidet nicht der Laden, sondern die Regalreihe darin — und am Sonntag ist hier mehr offen, als dir jeder allgemeine Schweiz-Ratgeber erzählt.
Der Massstab: ein Pass-Tag
«CHF 34» sagt dir nichts, wenn du gerade angekommen bist. Deshalb misst dieser Reiseführer jeden Preis an etwas, das du wirklich kaufen kannst: einem Tag Berner Oberland Pass. Der kostet CHF 240 für 3 Tage, also CHF 80 pro Tag — und in den Vergleichstabellen steht neben jedem Betrag, ob ein Ziel ein Viertel, die Hälfte oder mehr als einen solchen Tag verbraucht.
Ein Punkt, den man leicht übersieht: eine Bergfahrt ist keine Fahrt. Wo ein Preis nur für die Hinfahrt gilt, rechnen wir die Rückfahrt dazu — niemand bleibt oben. Beim Harder Kulm steht deshalb der Preis für die Bergfahrt in der Spalte und ein ganzer Pass-Tag daneben.
Ob sich ein Pass lohnt, ist die nächste Frage
Was nichts kostet
Das ist der Teil, den kaum jemand zusammenzählt: 11 von 49 Zielen verlangen keinen Eintritt — Seeufer, Dörfer, Schluchtenwege, die Höhematte mitten im Ort. Weitere 10 sind mit dem Swiss Travel Pass vollständig gedeckt. Ein Tag in dieser Region kann null Franken kosten und trotzdem der Tag sein, von dem man erzählt.
Alle Ziele mit Preis, Fahrzeit und dem, was sie von einem Pass-Tag verbrauchen
Selbst einkaufen
Günstig einkaufen heisst in der Schweiz nicht, den Laden zu wechseln, sondern die Sortimentslinie. Migros und Coop führen beide eine ausgewiesene Billiglinie, und die steht in jeder Filiale — auch in der, an der du sowieso vorbeigehst.
Wo lande ich, wenn ich hier einkaufe — und was gebe ich auf, wenn ich es günstiger mache?
| Stufe | Was du dafür bekommst | Was du aufgibst |
|---|---|---|
| Hart-Discounter | Das tiefste Preisniveau. Aldi steht an der Lindenallee in Interlaken, Lidl an der Wychelstrasse in Matten — beide zu Fuss erreichbar, aber je nur einmal. | Kleineres Sortiment, kaum Markenware, und je eine Filiale gegen vier Coop und zwei Migros im Bödeli — der Umweg lohnt sich nur, wenn du ohnehin dort vorbeikommst. |
| Die Billiglinie im Grossverteiler | Der Sprung, den fast niemand nutzt: Migros führt seit 1996 die Billiglinie M-Budget, Coop seit 2005 die Tiefpreislinie Prix Garantie. Beide stehen in derselben Filiale wie das Standardsortiment, im selben Gang, ohne Umweg. | Wenig Auswahl je Produkt, keine Marken, und bei Frischem manchmal die zweite Qualität. |
| Discounter mit Markensortiment | Denner ist ein Discounter mit rund 1'900 Artikeln und steht zweimal im Bödeli. Kurze Wege, schnelles Einkaufen. | Rund 75 Prozent des Sortiments sind Markenartikel — und Markenware kostet fast überall dasselbe. Das Discounter-Schild sagt hier weniger über den Preis, als es aussieht; Denner gehört seit Ende 2009 vollständig zur Migros-Gruppe. |
| Das Standardsortiment | Vollsortiment, Frischtheke, Marken, und mit vier Coop- und zwei Migros-Filialen im Bödeli praktisch immer der kürzeste Weg. | Der Aufpreis gegenüber der Billiglinie im selben Regal ist der grösste Posten, den man im Laden selbst entscheidet. |
| Bahnhof, Tankstelle, Abend | Die Formate mit den langen Zeiten — Coop Pronto, Migrolino, avec. In einem Tourismusort wie Interlaken dürfen sie bis 22.30 Uhr offen haben, und mehrere tun es. | Die teuerste Stufe pro Artikel, und ein kleines Sortiment. Für den Sonntag brauchst du sie nicht zwingend — siehe die Sonntagsregel weiter unten. |
| Bäckerei, Käserei, Hofladen | Die teuerste Stufe pro Kilo und die einzige, auf der etwas steht, das es woanders nicht gibt: Ruchbrot vom Ort, Alpkäse aus dem Tal, Zopf am Samstagmorgen. Im Bödeli sind mehrere Bäckereien erfasst, die kein Filialnetz sind. | Nichts, was man vergleichen könnte — und darum geht es hier auch nicht. Wer die Woche über bei der Billiglinie einkauft, kann sich diese Stufe genau deshalb leisten. |
Tanken
Wer aus dem EU-Raum kommt, rechnet meist mit dem Gegenteil: hier ist Diesel der teurere Treibstoff, nicht der günstigere.
Was kostet ein Liter — und warum ist Diesel hier teurer als Benzin?
| Stufe | Betrag | Was du dafür bekommst | Was du aufgibst |
|---|---|---|---|
| Bleifrei 95 | CHF 1.84 pro Liter, Landesmittel Juli 2026 | Der Bezugspreis für die meisten Mietwagen. | Ein Landesmittel, keine Zapfsäule: Autobahnraststätten liegen darüber, und derselbe Anbieter schwankt von Ort zu Ort. |
| Bleifrei 98 | CHF 1.94 pro Liter, Landesmittel Juli 2026 | Zehn Rappen über Bleifrei 95. | Für einen normalen Mietwagen bringt die höhere Oktanzahl nichts. |
| Diesel | CHF 1.98 pro Liter, Landesmittel Juli 2026 | Der teuerste der drei — vierzehn Rappen über Bleifrei 95. | Der Reflex «Diesel ist günstiger» stimmt hier nicht. Wer den Wagen wählen kann, rechnet gegen den Verbrauch statt gegen den Litertarif. |
Strom und E-Auto laden
Das ist die einzige Zahl auf dieser Seite, die für Interlaken selbst gilt und nicht für die Schweiz — der Strompreis wird je Gemeinde festgelegt und ist amtlich veröffentlicht.
Was kostet eine Kilowattstunde in Interlaken — und was kostet sie unterwegs?
| Stufe | Betrag | Was du dafür bekommst | Was du aufgibst |
|---|---|---|---|
| An der Steckdose, wo du schläfst | 29.21 Rp. pro Kilowattstunde, Tarifjahr 2026, typischer Haushalt in Interlaken | Rund fünf Prozent über dem Schweizer Mittel, und zwei Jahre in Folge gesunken — gegenüber 2024 um ein Drittel. Zusammengesetzt aus Energie, Netznutzung, Abgaben und Gebühren; der Tarif heisst «E IBI». | Es ist der Haushaltstarif, nicht dein Preis: was eine Ferienwohnung oder ein Hotel für eine Autoladung verlangt, ist deren Entscheidung. Die Zahl sagt, was der Strom hier kostet — nicht, was dir verrechnet wird. |
| Unterwegs schnellladen | — | Bequem, überall entlang der Hauptachsen, und in Minuten statt Stunden. | Ein Mehrfaches des Haushaltstarifs, und der Preis hängt am Ladenetz statt am Ort: Startgebühren, kWh-Tarife und teils Minutentarife stehen nebeneinander. Hier steht bewusst kein Betrag — der einzige offen erreichbare Vergleich nennt keinen Erhebungszeitpunkt. |
Sonntag und Feiertage
Der Satz «in der Schweiz ist am Sonntag alles zu» gilt für Interlaken nicht. Der Kanton Bern lässt Geschäfte in Tourismusorten an allen Tagen bis 22.30 Uhr öffnen, und mehrere Supermärkte im Bödeli nutzen das. Zu bleibt es an den hohen Festtagen — und die sind die eigentliche Falle.
Sind die Läden am Sonntag offen — und wenn ja, welche?
| Situation | Was gilt | Was nicht gilt |
|---|---|---|
| In einem Tourismusort — alle Tage bis 22.30 Uhr | Der Kanton Bern schreibt wörtlich: «Die Geschäfte in den Tourismusorten können an allen Tagen bis 22.30 Uhr öffnen.» Das ist die Ausnahme, die Interlaken vom Rest des Landes unterscheidet. | «Können» ist keine Pflicht: welcher Laden wirklich offen hat, entscheidet der Laden. Die Zeit am Geschäft prüfen statt auf die Regel vertrauen. |
| Sonst nur kleine Formate — bis 120 m², 6 bis 18 Uhr | Ausserhalb der Tourismusorte gilt im Kanton Bern am Sonntag eine Flächengrenze: Bäckereien, Confiserien, Metzgereien, Milchhandlungen, andere Lebensmittelläden bis 120 m² Verkaufsfläche und Blumengeschäfte dürfen von 6 bis 18 Uhr offen sein. | Für alle anderen Verkaufsgeschäfte sind es zwei Sonntagsverkäufe im Jahr. Wer also von Interlaken ins Umland fährt, trifft die strengere Regel — nicht die hiesige. |
| Hohe Festtage — geschlossen | Die Zeile, die wirklich zählt: an Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten, am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag und an Weihnachten ist die Öffnung untersagt. Daran ändert der Tourismusort nichts. | Den Sonntagen gleichgestellt sind zusätzlich Neujahr, 2. Januar, Oster- und Pfingstmontag, 1. August und 26. Dezember — dort gilt die Sonntagsregel, kein Verbot. |
Parkieren
Die Gemeinde bewirtschaftet ihre Parkplätze in der Regel von 7 bis 19 Uhr; der Tarif hängt daran, ob man im Zentrumskern steht oder daneben. Und eine Zeile der Verordnung lohnt sich zu kennen: am Automaten in Euro zu zahlen ist vorgeschrieben teurer.
Was kostet eine Stunde — und wann kostet sie nichts?
| Stufe | Betrag | Was du dafür bekommst | Was du aufgibst |
|---|---|---|---|
| Ausserhalb der bewirtschafteten Zeit | — | Die Verordnung sagt: die Parkplätze der Gemeinde werden «in der Regel ganzjährig von 07.00 bis 19.00 Uhr» bewirtschaftet. Wer abends ankommt und morgens weiterfährt, zahlt dort also nichts. | «In der Regel» ist ein Vorbehalt, und zwei Ausnahmen stehen ausdrücklich da: der Rosenparkplatz und die Reisebusplätze werden rund um die Uhr bewirtschaftet. Die Tafel am Platz gilt, nicht diese Zeile. |
| Ausserhalb des Zentrumskerns | CHF 1.20 pro Stunde | Ein paar Minuten Gehweg kosten 40 Prozent weniger als im Zentrum. | Wo der Zentrumskern endet, steht in einem Plan im Anhang der Verordnung — nicht an jeder Ecke. |
| Im Zentrumskern | CHF 2.00 pro Stunde | Direkt dort, wo man hinwill. Auf dem Rosenparkplatz gilt derselbe Stundentarif, nachts ein reduzierter mit einer Obergrenze je Nacht — die Verordnung nennt beide. | Der teuerste Stundentarif der Gemeinde. Nachzahlen ist ausdrücklich erlaubt, das Ticket also nicht zu knapp lösen. |
| Allgemeine Parkkarte für einen Tag | CHF 10 pro Tag (Woche 25, Monat 80, Jahr 800) | Ab etwa fünf Stunden im Zentrumskern günstiger als die Uhr. | Und die Zeile, die kein Reiseführer nennt: wer am Automaten in Euro zahlt, zahlt laut Verordnung mindestens fünf Prozent mehr als in Franken. Das ist keine Wechselkursmarge, das ist vorgeschrieben. |
Kurtaxe
Die Kurtaxe wird pro Logiernacht und das ganze Jahr über erhoben, gestaffelt nach Unterkunftsart und Saison. Sie ist klein, aber sie multipliziert sich mit Nächten und Personen — und die kantonale Beherbergungsabgabe kommt oben drauf.
Was steht am Ende der Hotelrechnung, mit dem niemand gerechnet hat?
| Stufe | Betrag | Was du dafür bekommst | Was du aufgibst |
|---|---|---|---|
| Zelt, Wohnwagen, Gruppenunterkunft | CHF 1.80 pro Logiernacht und Person erlaubt wäre bis CHF 2.80 | Derselbe Ansatz im Sommer und im Winter. | Das Reglement lässt für diese Art mehr zu als der geltende Beschluss festlegt — die Obergrenze steht daneben. |
| Hotel oder Ferienwohnung, Winter | CHF 2.20 pro Logiernacht und Person, 1. November bis 31. März erlaubt wäre bis CHF 3.50 | Gilt gleich für alle Hotelkategorien von einem bis fünf Sternen und für Ferien- und Privatwohnungen. | Der Ansatz kann per Gemeinderatsbeschluss bis an die Obergrenze daneben steigen, ohne dass das Reglement geändert wird. |
| Hotel oder Ferienwohnung, Sommer | CHF 2.50 pro Logiernacht und Person, 1. April bis 31. Oktober erlaubt wäre bis CHF 3.50 | Die Hauptsaison, und für die meisten Gäste der Ansatz, der auf der Rechnung steht. Bezogen wird die Taxe von der Tourismusorganisation, die auch über ihre Verwendung entscheidet und darüber jährlich öffentlich Rechenschaft ablegt. | Bis an die Obergrenze daneben ist Luft, und die kantonale Beherbergungsabgabe kommt zusätzlich dazu. Das Reglement verspricht keine bestimmte Gegenleistung — es sagt nur, wer die Taxe bezieht und verwendet. |
Insider-Tipp
Der Satz, der am meisten spart, ist unspektakulär: Sortimentslinie wechseln, nicht Laden. Wer im Coop an der Ecke zu Prix Garantie greift statt zur Marke daneben, holt mehr heraus als jemand, der zwanzig Minuten zum Discounter läuft und dort zur Markenware greift. Markenartikel kosten fast überall dasselbe — der Unterschied sitzt zwischen den Linien, nicht zwischen den Ketten. Und wer die Woche über so einkauft, kann sich das Brot vom Bäcker und den Alpkäse aus dem Tal leisten, die es im Discounter gar nicht gibt.
Woher die Zahlen kommen
Jede Zahl oben hat eine Quelle und ein Datum, an dem wir sie zuletzt nachgeschaut haben. Nicht jede Quelle ist gleich viel wert, deshalb steht hier, welche wofür gilt:
- Treibstoff aus der Reihe «Durchschnittspreise für Energie und Treibstoffe» des Bundesamts für Statistik, Monatswerte, Stand Juli 2026. Ein Landesmittel, keine Zapfsäule im Bödeli — Autobahnraststätten liegen darüber.
- Strom aus den ElCom-Tarifdaten des Bundes, abgefragt für die Gemeinde Interlaken. Das ist die einzige Zahl auf dieser Seite, die für diesen Ort exakt gilt und nicht für die Schweiz.
- Sonntag und Feiertage aus dem Erlass des Kantons Bern, wörtlich zitiert. Die Grenze von 22.30 Uhr steht dort — und deckt sich mit den Öffnungszeiten, die in der Karte an einem Bahnhofsladen im Ort stehen. Zwei unabhängige Quellen, dieselbe Zahl.
- Filialen und Sortimentslinien aus OpenStreetMap (Stand 23.08.2026) und aus dem, was die Ketten selbst über sich schreiben. Das ist von Freiwilligen gesammelt und keine amtliche Filialliste — dafür kann es jeder nachschlagen, was bei den Filialsuchen der Ketten nicht geht.
- Parkieren und Kurtaxe aus den Erlassen der Einwohnergemeinde Interlaken, Artikel für Artikel gelesen: der Parkplatzbenützungsverordnung und dem Kurtaxenreglement in seiner Fassung von 2025 samt dem Gemeinderatsbeschluss, der die Ansätze festlegt. Beides sind PDF, die wir von Hand nachlesen. Eine dritte Datei zur Kurtaxe (die Verordnung von 2020) ist ein Scan ohne Textschicht — daraus lässt sich nichts zitieren, also steht sie hier auch nicht.
- Was hier fehlt, fehlt mit Absicht: Frankenbeträge für einzelne Ladenprodukte, weil Migros, Coop und Aldi ihre Preise nicht offen abfragbar machen; und ein Preis fürs Schnellladen, weil der einzige frei lesbare Vergleich nicht sagt, wann er erhoben wurde. Lieber keine Zahl als eine, die du nicht nachprüfen kannst.
Häufig gestellte Fragen
Ist Interlaken teuer?
Die Bergbahnen sind es, das Essen auswärts auch — beides lässt sich nicht wegdiskutieren. Was sich rechnen lässt: von 49 Zielen in diesem Reiseführer kosten 11 keinen Eintritt, und beim Einkaufen entscheidet weniger der Laden als die Sortimentslinie. Die teuren Posten sind wenige und gut sichtbar; die laufenden Kosten sind steuerbar.
Wo kauft man in Interlaken am günstigsten ein?
Nicht dort, wo man es vermutet. Aldi und Lidl sind je einmal vertreten — Aldi an der Lindenallee in Interlaken, Lidl an der Wychelstrasse in Matten —, dagegen stehen vier Coop- und zwei Migros-Filialen. Der grössere Sprung ist deshalb die Billiglinie in dem Laden, an dem du sowieso vorbeigehst: M-Budget bei Migros, Prix Garantie bei Coop. Die Spanne innerhalb eines Ladens ist grösser als der Umweg zum Discounter.
Sind die Läden in Interlaken am Sonntag offen?
Viele ja — und das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Der Kanton Bern lässt Geschäfte in Tourismusorten an allen Tagen bis 22.30 Uhr öffnen; im Bödeli tragen 9 von 18 erfassten Läden Sonntagszeiten, darunter eine Migros, ein Denner, zwei Coop-Supermärkte und der Lidl in Matten. Wer den Satz «in der Schweiz ist sonntags alles zu» mitbringt, unterschätzt Interlaken. Zu bleibt es an den hohen Festtagen: Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten, Bettag und Weihnachten.
Warum ist Diesel in der Schweiz teurer als Benzin?
Der Preisabstand ist hier umgekehrt zum EU-Raum: im Landesmittel kostete Bleifrei 95 CHF 1.84 und Diesel CHF 1.98 pro Liter. Wer den Mietwagen wählen kann, rechnet deshalb gegen den Verbrauch statt gegen den Litertarif — und nicht mit der Gewohnheit von zu Hause.
Was kostet Strom in Interlaken?
Für einen typischen Haushalt in Interlaken kostet die Kilowattstunde 29.21 Rp. — rund fünf Prozent über dem Schweizer Mittel derselben Kategorie und zwei Jahre in Folge gesunken; gegenüber 2024 liegt er um ein Drittel tiefer. Das ist der Haushaltstarif; was eine Ferienwohnung für eine Autoladung verrechnet, ist deren Entscheidung.
Was kostet Parkieren in Interlaken?
Im Zentrumskern CHF 2.00 pro Stunde, ausserhalb CHF 1.20 — die Tageskarte kostet CHF 10. Bewirtschaftet wird laut Verordnung in der Regel von 7 bis 19 Uhr; Rosenparkplatz und Reisebusplätze rund um die Uhr. Und eine Zeile, die kein Reiseführer nennt: am Automaten in Euro zu zahlen ist vorgeschrieben mindestens fünf Prozent teurer als in Franken.
Wie hoch ist die Kurtaxe in Interlaken?
Pro Person und Logiernacht CHF 2.50 im Sommer (1. April bis 31. Oktober) und CHF 2.20 im Winter, gleich für alle Hotelkategorien und für Ferienwohnungen; in Zelten, Wohnwagen und Gruppenunterkünften CHF 1.80. Das Reglement lässt höhere Ansätze zu, als der geltende Beschluss festlegt — und die kantonale Beherbergungsabgabe kommt zusätzlich dazu.
Woran kann ich messen, ob ein Ausflug teuer ist?
An etwas, das man kaufen kann: ein Tag Berner Oberland Pass kostet CHF 80 (CHF 240 für 3 Tage). In jeder Vergleichstabelle steht neben dem Preis, wie viel von so einem Tag ein Ziel verbraucht — einfache Fahrten auf die Retourfahrt gerechnet, weil niemand oben bleibt.