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Panorama von Interlaken zwischen Thunersee und Brienzersee
Thunersee · Berner Oberland

St. Beatus-Höhlen

Einen Kilometer in den Berg über dem Thunersee, bei konstant acht Grad — das eine Ziel hier, dem die Wetterprognose egal ist.

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Zuletzt aktualisiert:

Die St. Beatus-Höhlen — meist schlicht Beatushöhlen genannt — führen in die Felswand über dem Nordufer des Thunersees. Von den bisher erforschten vierzehn Kilometern ist ein Kilometer beleuchtet, gesichert und begehbar, vorbei an unterirdischen Wasserfällen und Tropfsteinkammern. Drinnen herrschen ganzjährig 8 bis 10 °C, und das ist die nützlichste Angabe überhaupt: Hierhin geht man, wenn das Wetter alles andere verdorben hat.

Auf einen Blick

Höhe 1 km begehbar von 14 km erforscht
Anreise 20 Min. ab Interlaken Ost mit Bus 21
Dauer 2 Std. inklusive Aufstieg
Preis CHF 20 Erwachsene · CHF 12 Kinder
Saison Ganzjährig geöffnet
Geeignet für Familien, Regentage

Preise und Zeitbedarf

Wann sich der Weg lohnt

Das gehört deutlich gesagt, weil die Betreiberseite es naturgemäss nicht sagen kann: An einem klaren Tag im Berner Oberland ist eine Höhle nicht die beste Verwendung der Zeit. Der Harder Kulm oder die Schynige Platte geben mehr her — und beide sind wetterabhängig, was diese Höhle nicht ist.

Nur schlägt das Wetter hier oft um, und dann wird die Auswahl schnell dünn: Bergbahnen lohnen sich bei tiefer Wolkendecke nicht, weil die Aussicht das ganze Produkt ist. Genau dann spielen die Höhlen ihren Vorteil aus. Bei Regen dasselbe Erlebnis wie bei Sonne — und bei acht Grad drinnen auch an einem heissen Nachmittag eine echte Abkühlung.

Insider-Tipp

Vor dem Kauf eines Bergbahntickets die Gipfel-Webcams an den Talstationen anschauen. Liegt die Wolkenuntergrenze unter der Bergstation, zahlst du für Nebel — und der Bus zu den Höhlen fährt vom selben Platz. Dieses Ziel als Ausweichplan statt als Hauptplan zu behandeln, holt am meisten heraus.

Stiller Wasserspiegel in den St. Beatus-Höhlen, der einen Stalagmiten und die Höhlendecke spiegelt
Einer der Wasserspiegel am Rundgang — Foto: Daniel Reust / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Anreise

Von der Haltestelle an der Seestrasse sind es rund zehn Minuten Aufstieg zum Höhleneingang. Dieses Stück geht man in jedem Fall zu Fuss, und es ist steil genug, um vorher davon zu wissen.

Der Drache — und was daran stimmt

Die Höhlen tragen den Namen von Beatus, einem frühen Missionar, der der Überlieferung nach einen Drachen aus der Höhle vertrieben und anschliessend als Einsiedler darin gelebt haben soll. Der Drache ist mittelalterliche Erzählkunst. Real sind die Folgen: die Kapelle beim Eingang und die jahrhundertelange Wallfahrt hierher — deshalb trägt eine Höhle in einer Felswand über einem See überhaupt einen Heiligennamen.

Vor dem Besuch

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Häufig gestellte Fragen

Was kosten die Beatushöhlen?

Erwachsene CHF 20, Kinder von 6 bis 16 Jahren CHF 12, Familienticket CHF 52, Hunde CHF 10. Das Höhlenmuseum ist im Preis enthalten. Beim Betreiber am 28.07.2026 geprüft.

Wie lange dauert der Besuch?

Rechne mit rund zwei Stunden insgesamt: 20 Minuten Busfahrt ab Interlaken Ost, zehn Minuten Aufstieg von der Strasse zum Eingang und etwa eine Stunde drinnen für den Kilometer Rundgang samt Höhlenmuseum.

Wie kalt ist es in der Höhle?

Konstant 8 bis 10 °C, das ganze Jahr über. Im Juli sind das fünfzehn Grad weniger als am See — eine Jacke gehört also auch dann mit, wenn man in kurzen Hosen losgeht. Umgekehrt ist die Höhle dadurch an heissen Tagen eine echte Abkühlung, nicht nur ein Schlechtwetterziel.

Sind die Höhlen ganzjährig offen?

Ja, und das ist in dieser Region ungewöhnlich — die meisten Ziele schliessen über den Winter. Von den bisher erforschten vierzehn Kilometern ist ein Kilometer beleuchtet und gesichert begehbar, der Rest nicht zugänglich.

Wie kommt man ohne Auto hin?

Der Bus 21 fährt ab Interlaken Ost in 20 Minuten und ab Interlaken West in 14 Minuten ohne Umsteigen. Alternativ mit dem Schiff über den Thunersee bis zur Station Beatushöhlen–Sundlauenen — langsamer, dafür schöner. Von der Strasse sind es dann rund zehn Minuten Aufstieg zu Fuss.

Woher kommt der Name?

Von Beatus, einem frühen Missionar, der der Legende nach einen Drachen aus der Höhle vertrieben und darin als Einsiedler gelebt haben soll. Der Drache ist mittelalterliche Erzählung; real sind die Folgen — die Kapelle beim Eingang und die jahrhundertelange Wallfahrt, der die Höhle ihren Heiligennamen verdankt.